Orte der Erinnerung

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 Als ich klein war gab es von unserem Haus, nur ein paar Meter entfernt, sofort ein Spielplatz im Wald, viele Felder und allerlei Dinge, die das Herz eines Kindes höher schlagen lassen. Ich kehre immer wieder gerne dorthin zurück, obwohl ich nicht gerade die tollste Erinnerung daran habe. In diesen Beitrag möchte ich euch zeigen, wie wichtig Orte der Erinnerung sind.

Ich finde es immer wieder erschreckend, wenn ich dran denke, das ich über meine Kindheit fasst nur negative Dinge weiß. Doch es war nicht immer negativ, sondern es gab auch gute Zeiten, aber warum erinnert man sich immer all zu gerne nur an die schlechten Erinnerungen?img_2112-2

Unser Gehirn speichert das Geschehe oder auch das Gelernte besser, wenn es mit Emotionen verbunden ist, das ist was uns aus macht ( daher bringt dieses dämliche Pauken auch nichts ! ). Ich erinnere mich an unzählige Dinge, die absolut nicht schön waren, ganz im Gegenteil, damit habe ich immer noch ab und zu kämpfen. Es heißt immer man sollte die Vergangenheit hinter sich lasse, aber will ich das überhaupt? Ich möchte nicht einfach meine Vergangenheit ausblenden, aus Fehlern lernt man- warum sollte man dieses Wissen verdränge? Die Antwort ist klar, es ist einfacher etwas „abzustellen“ , anstatt sich damit auseinander zusetzen. Wir leben im hier und jetzt und für die Zukunft, das ist auch wichtig aber wir sollten nicht das Vergangene wie einen kaputten Gegenstand wegschmeißen, sondern ihn aufbewahren- wie einen Stein der uns gefällt- er erinnert und wer wir sind und was wir daraus lernen können. img_2122-2Aber dennoch beschäftige ich mich immer wieder mit der Frage: warum zum Teufel erinnert man sich eher an schlechte Dinge, als an die Guten? Wenn mir Menschen etwas von Früher erzählen, dann weiß ich manchmal gar nichts mehr davon ? So ein Moment gibt einen das Gefühl absolut kaputt im Kopf zu sein.
Oder vielleicht siegen die schlechte Erinnerungen und prägen uns, weil sie stärker sind als all die Guten? Vielleicht ist es nur eine Überlebenstechnik von früher? Das Gehirn ist und bleibt mir ein Mysterium.

Daher gehe ich immer wieder an Orte, bzw. ich wohne noch dort wo ich eigentlich weg will, die Natur im Sauerland ist ein Traum, ich habe einige Menschen ins Herz geschlossen und meine Familie ist hier, aber ich wollte und will hier weg. Doch bevor ich das tue, muss ich erst damit abschließen, wie mit einem  Roman, erst nach einen abgeschlossenen Kapitel ist man bereit fürs Nächste. Ansonsten versteht man nichts im Nimg_2102-2ächsten und ist überfordert, vielleicht legt man das Buch weg – was so viel heißt das man aufhört man selbst zu sein.
Ich stehe langsam am Ende eines Kapitels, meine Orte der Erinnerung zeigen mir nun das Gute und das schlechte was passiert war. Die Harmonie von gut und schlecht ist extrem wichtig. Lange habe ich alles verdrängt gehabt, das war nicht ich selbst, meine ganze „Teeniephase“ habe ich versucht jemand zu sein, der ich nicht bin, damit mir das nie wieder passiert gehe ich immer wieder an meine Orte der Erinnerung. Mein Steinzeitgehirn macht mir das Leben nicht mehr schwer, die gute Erinnerungen prägen nun meine Gedanke und nicht eben nur die schlechten. Alles eine Sache der Übung.

Der Umgang mit der Vergangenheit ist nicht immer leicht, sich damit auseinander zusetzen ist schwer- aber nur das führt zu einer Harmonie, die dich selbst finden lässt. Fangt mit kleinen Schritten an, reflektiert alles woran ihr euch erinnert, vielleicht habt ihr noch alte Tagebücher /Chatverläufe? Nimmt euch die Zeit mit euch selbst, spricht mit anderen. Und befreit euch vom Einseitigen denken.

 

Ich möchte euch von nun an mit meinen Bildern wöchentlich eine Geschichte erzählen. Jedes Mal erfahrt ihr ein bisschen mehr über mich, wie ich denke und wie es mir mit bestimmten Dingen geht. Neben dem ganzen Modekram, Reisen und sonstigen Zeugs geht mir die Tiefgründigkeit verloren. Das Leben ist kein perfektes Bild, mit rosa Himmel und Blumen, die Socialmediawelt  gibt mir immer das Gefühl das mit mir etwas nicht stimmt. Ich hoffe, dass ihr im besten Fall etwas aus meinen Geschichten mit nehmen könnt, dass euch eventuell helfen kann. Die Welt ist ein grausamer Ort, er bringt einen zum verzweifeln, doch ihr könnt eure Welt zu etwas besseren machen und das heißt nicht das „perfekte Leben“ zu schauspielern.  Mein Schritt ist ,euch etwas mit meinen Gedanken zu teilen, für etwas anderen Content, für etwas mehr Menschlichkeit in meiner Branche, die schon viel zu lange das perfekte Leben,die perfekte Figur und Co. faken. 
Ich freue mich über euer Feedback und eure Gedanken<3

 

7 comments on “Orte der Erinnerung”

  1. Ein sehr schöner Blogpost! Ich denke da so wie du. Außerdem habe ich auch vieles asu meiner Vergangenheit, an das ich ständig denken muss. Aber jeden Tag wird es ein klein wenig besser. Wir schaffen das!
    Ich komme übrigens aus dem Siegerland, ist ja quasi nebenan 😀
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

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