An meine „Fast – Beziehung“- Ich brauchte dich um mich selbst zu finden

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Wir kennen uns schon seit geraumer Zeit, sowie man jemanden nun mal kennt, wenn man auf dem Lande wohnt. Wir haben definitiv keine Beziehung und wir sind erst recht keine Freunde. Doch wir beide hangeln uns seit einiger Zeit durch die Grauzone des Dazwischen. 

Egal wie weit wir uns voneinander entfernen, irgendwie scheinen wir immer wieder den Weg zueinander zu finden. Nach Wochen der plötzlichen Funkstille verstehen wir uns wie immer. Als wäre unser letztes Treffen erst gestern gewesen. Ohne viele Worte über das Warum der Pause und ohne jegliche Rechtfertigungen und Erklärungen lassen wir den anderen immer wieder in unser Leben. 

Da ist diese Verbindung, die uns so viel Trost spendet- nicht allein zu sein. Sondern jemanden gefunden zu haben, der genauso kaputt ist, wie man selbst. Wenn wir zusammen sind, oder wie auch immer man es bezeichnen mag, haben wir alles was wir brauchen – für den Moment jedenfalls. 

Sobald wir merken, dass der andere uns zu nahe kommt, entfernen wir uns wieder.  

Du aus der Angst, mich zu verletzen. Du bist nämlich noch nicht drüber hinweg, dass sich dieses Mädchen vor mir, sich in dich verliebt hat und du ihre Liebe nicht erwidern konntest. Du gibst dir selbst die Schuld, dass sie sich wegen dir in der Nacht in den Schlaf geweint hat. Sowie du es getan hast, als du in genau der gleichen Situation warst. Und ich entferne mich immer wieder von dir, weil ich weiß wer du bist. Vielleicht gibst du mir  fast alles was ich brauche – aber eben nur fast.  IMG_1420

 

Wir wissen beide, wir sind nicht, was wir wirklich brauchen. Aber wir haben so viel durch gemacht, dass wir glauben, wir seien die Erweiterung des anderen.  

Doch du siehst nicht, dass ich nicht wie die anderen bin. Ich weine keinen Menschen mehr hinterher, die sich plötzlich nicht mehr für mich interessieren und einen neuen Weg einschlagen. Nicht mehr jedenfalls.Reisenden soll/kann man nicht aufhalten! 

Es irritiert dich immer wieder aufs Neue, wenn ich dir meine liebende und dankbare Art offenbare. Du selbst siehst nur das schlechte in dir – doch ich sehe so vieles mehr. 

Du fragst dich, was ich in dir sehe? Eine riesige Bibliothek, in der ich jedes Buch auf der Stelle verschlingen möchte. Jedes Kapitel, lässt mich wissen, dass ich nicht allein bin mit meinen Problemen und Schattenseiten. 

Wenn ich meinen Freunden von „uns“ erzähle, schütteln sie nur den Kopf. Sie können nicht verstehen- was ich mir mit dir, mit „uns“, eigentlich „antue“. 

Doch wir beide kennen uns auf eine Art und Weise, wie es niemand tut. Unsere Vergangenheit hat uns beide geprägt und das einzig Gute an unserer „Sache“ ist, dass wir uns gegenseitig hatten. 

 

Und wenn du mich vor Jahren gefragt hättest, ob ich mir jemals etwas mit dir vorstellen könnte- dann hätte ich nur lachend den Kopf geschüttelt. Für mich warst du immer nur ein Schulkamerad der mich schon damals mit seiner Art faszinierte. Aber eben nicht mehr. Doch jetzt sind wir hier. 

Doch das Schicksal wollte es so, dass wir zu diesem ironischen Konstrukt wurden. Vor dir, vor „uns“, war ich ein komplett anderer Mensch. Wenn ich mich verliebte, dann richtig. So volles Rohr. Sofort war ich immer Feuer und Flamme für jemanden – und jedes mal führte mich meine Art in die falschen Hände. Ich gab mir selbst die Schuld dafür, dass ich immer die falschen Männer anzog.  

Wie du weißt, gebe ich für Menschen, die ich liebe alles. Bedingungslos.  IMG_1463

Selbst wenn sie meine Art ausnutzen, gab ich sie nicht auf. Verdammt hartnäckig und naiv, so viel weiß ich auch. In den falschen Händen ist meine Art pure Selbstzerstörung. Und in genau so einen Zustand trafst du mich an. Völlig orientierungslos und verloren nach einer toxischen Beziehung. Es war schon monatelang Schluss, doch ich hatte mich selbst aufgegeben und ich konnte mich immer noch nicht dran erinnern- wer ich eigentlich bin und wohin ich will.  

Und dann kamst du in mein Leben. verzaubertest mich mit deiner Melodie und inspiriertes mich einfach mit deinem ganzen Sein. Dir scheint es so leicht zu fallen- einfach das zu tun- was du möchtest. Du warst schon immer einfach nur du – immer standhaft zu dir selbst.  Und da wusste ich, dass ich noch viel von dir lernen konnte. 

Obwohl wir nie eine Beziehung führten, gabst du mir mehr als all meine vorherigen Beziehungen zusammen mit auf meinen Weg. Für dich hoffe ich nur, dass du irgendwann merkst, welchen Wert du hast. Und irgendwann verstehst, dass die Vergangenheit bereits tot ist und du dich wegen deinen Taten nicht mehr schämen musst. Irgendwann kannst du vielleicht auch, wie ich, die Last der Vergangenheit, die auf deinen Schultern drückt, ablegen und deinen Weg weiter gehen ohne diesen unnötigen Ballast. Um dann endlich glücklich zu werden. Ich weiß, dass du weiter gehen musst, einfach weil du nicht anders kannst. Doch nimm dir auf deinen Weg noch meine letzten Worte mit: 

Und irgendwann in der Nacht nahm ich auf einmal deine Melodie wahr. Sie kreuzte meinen Weg und zog mich sofort in den Bann. Du warst so wunderschön, wenn du spieltest, mit deinem gebrochenen Blick. Und ich liebte dich auf eine Weise, die du nie zu verstehen vermagst. Du wusstest nicht, dass ich durch jeder deiner Worte blickte, die du sprachst. Noch hörtest du meine Stimme in der Nacht. Der Wind brachte sie ganz sanft zu dir. Doch du dachtest ein Sturm zieht auf. Du zogst dich in die vermeintliche Sicherheit. Doch du erkanntest nicht, dass ich dir auf deinen Wegen den Rückenwind gab. Als du durch die Gegend umherirrtes, weiste dir meine Melodie den Weg. Plötzlich warst du nicht mehr blind und sahst das Licht in der Nacht. Beim erreichen deines Zieles wusstest du nichts mehr von dem. Du hielst es einfach für einen Traum. Doch in der Nacht spiele ich weiter und Wache über dich. Falls du dich verirrst bin ich da und doch so fern. Den meine Melodie vergeht nicht. 

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