Vom Festhalten und Loslassen – Warum Loslassen so wichtig ist

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Ich starre auf ein leeres Blatt Papier, währenddessen ich versuche die passenden Worte für diesen Sommer zu finden. In mir macht sich ein Gefühl von Verlust auf. Ich will nicht, dass dieser Sommer schon vorbeigeht. Doch es lässt sich nichts festhalten, weder Menschen,  Momente, noch Situationen. Ich weiß es, doch klammere mich dennoch daran.  Bei dem Versuch diesen Sommer zu beschreiben scheitere ich immer wieder.  Kurz gefasst, er war einfach nur unbeschreiblich.  Ich  kann mich nicht dran erinnern, jemals so viel wie „geschafft“ zu haben, wie diesen Sommer. Oder so viel erlebt. Jeden Tag war etwas los, immer unterwegs, egal ob von der Arbeit oder mit Freunden. Schlafentzug war mein inniger Partner.  Meine Sommerromanze. Einfach, weil ich wie ein kleiner Junkie war. Ich war süchtig nach diesen Glücksgefühlen. Süchtig nach den Eindrücken der Welt.  Ich hatte ständig Angst etwas zu verpassen. Meine Neugierde konnte ich nicht im Zaum halten. Nach der Arbeit ging es direkt nach draußen, rauf aufs Board und ab in den See.  Diesen Sommer entdeckte ich meine Liebe fürs Longboard fahren.  Noch heute erinnern mich die fetten Narben auf meinen Knien daran.  Sie werden mich für immer an diesen Sommer erinnern.

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Anfang des Jahres nahm ich mir vor mich meinen Ängsten zu stellen.  An der Höhenangst arbeite ich noch, doch endlich kam ich aus meinem Schneckenhaus raus. Ich habe mein Schattenkind lieben gelernt.  Zeit für Ehrlichkeit. Ich habe jahrelang einen Kampf gegen mich selbst gehabt. Purer Hass gegen meine Vergangenheit war in mir verankert..  Alles was ich wünschte, war einfach nur „normal“ zu sein.  Dass die Dämonen in meinem Kopf verschwinden. Ich habe sie immer versucht zu unterdrücken, zu verheimlichen und zu verdrängen. Doch egal was ich tat, sie wurden immer größer. Immer präsenter. Verzweiflung war mein ständiges Übergepäck, welches mich runterdrückte und mich am Fliegen hinderte.

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Manchmal fällt man so tief in ein Loch, dass man an einen Punkt kommt, an dem die Gleichgültigkeit so groß ist,  dass man selbst die Angst und die Schatten vergisst vor,denen man versucht weg zu rennen .
An genau so einen Punkt war ich angelangt. So konnte es nicht weiter gehen. Ich sah keinen Ausweg mehr. Es konnte doch nicht sein das ich jahrelang dieses eine Leben nur versuche zu überleben, anstatt es zu erleben. Ständig von der Angst verfolgt.  Bis ich einfach meine Strategie änderte. Anstatt mich selbst zu verleugnen, ließ ich alles raus.  Nahm meine Masken runter und zeigte, wer ich wirklich bin und was mich tief im Inneren bewegt. Was hatte ich schon zu verlieren?  Der Schatten, vor dem ich versuchte wegzurennen, war verschwunden, als ich mich einfach hinsetzte und mir Zeit nahm in mich zu horchen.  Auf einmal kamen Menschen in mein Leben, die vor den gleichen Dämonen und Schatten versuchten flüchten.  Plötzlich waren meine Probleme gar nicht mehr so groß und Angst einflößend. Plötzlich waren sie zur Normalität geworden. Jeder von uns hat seine Päckchen zu tragen. Doch wenn du das hier liest, weißt du hoffentlich, dass du nicht allein bist. Es passiert viel Mist in deinem Leben? Willkommen im Club! Das Schicksal scheint einen manchmal in den Abgrund stürzen zu wollen, doch du bist der Pilot deines Lebens. Du entscheidest, was du aus diesen Hindernissen machst.

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Diesen Sommer lernte ich, dass eine perfekte Kindheit, Jugend, Freunde und Familie kein Normalfall ist und nicht existiert.  Nichts ist perfekt. Vergiss das nicht.
Sie ist nur eine Wunschvorstellung. Diese Normalität. Möchtest du wirklich die auf die Mysterien und Unberechenbarkeiten des Lebens verzichten? Sie halten dich am Leben, fordern dich heraus und bringen dich zum Wachsen.

 

Aus dem Hass in mir wurde plötzlich Liebe. Ich strebe kein perfektes Leben mehr an, sondern lerne das Leben zu lieben. So wie es ist. Genieße jeden einzelnen Moment. Mit seinen Wundern und Problemen. Wenn viele Probleme auf meinen Weg liegen, dann weiß ich nun:

“ Jedes Problem enthält ein Samenkorn voll Möglichkeiten.“

Aus meiner Angst vor den  Problemen, wurde nun eine tiefgründige Neugierde. Ich bin immer gespannt, welche  Möglichkeiten jedes neue Problem offenbart. Aus Gedanken wie „Warum immer ich?“  wurden „Hey, auch das packst du“.

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Ich wollte den Sommer nicht loslassen. Ich war nicht bereit für Veränderung. Doch jetzt heißt es die Boards einpacken und raus mit den Wanderschuhen. Jetzt wird es Zeit nach diesem aktiven Sommer endlich mal zur Ruhe zu kommen. Der Wald ruft! Waldbaden ist angesagt.  Sowie die Natur sich zurückzieht, so wird es auch bei mir ruhiger. Die Erfahrungen des Sommer müssen verarbeitet werden und neue Kraft für den nächsten muss getankt werden.

Und worauf wartest du noch? Pack deine Wandersachen ein und genieße diesen tollen goldenen Oktober!


Outdoor Favoriten bei Planet Sports:

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  1. Rucksack
  2. Mütze 
  3. Schal 
  4. Outdoorjacke


An dieser Stelle geht auch lieben Dank an Planet Sports für die Zusammenarbeit!


Und wenn es in deinem Leben etwas stürmisch wird, dann habe keine Angst!

„ You never ride alone“ Planet Sports

Erinnere dich immer wieder daran, dass du nicht allein bist.  Wenn alle gehen, dann hast du immer noch dich. Vergiss deine Kraft nicht!

 

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